Künstlerin und Naturforscherin: Das Raupenbuch von Maria Sibylla Merian im Spannungsfeld zwischen Kunst und Wissenschaft

Die Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg besitzt mit der Bibliothek des Nürnberger Arztes, Botanikers, Wissenschaftlers und Publizisten Christoph Jacob Trew (1695−1769) eine der größten und bedeutendsten botanischen und medizinischen Sammlungen im deutschsprachigen Raum. Zu der Sammlung gehören auch vier der fünf Ausgaben des Raupenbuchs von Maria Sibylla Merian (1647–1717), einer bedeutenden Naturforscherin, Künstlerin und Wegbereiterin der modernen Insektenkunde. Sie war eine der ersten, die Insekten systematisch beobachtete und ihre Entwicklung beschrieb. Daneben war sie eine begabte Pflanzenmalerin und konnte damit ihre Erkenntnisse direkt in Darstellungen umsetzten.
Die geplante Ausstellung will die editionsgeschichtliche Entwicklung des Raupenbuchs sowie den zeitgenössischen Hintergrund beleuchten.
Im Wintersemester 2026/27 findet das Projekt (Teil 1) immer donnerstags statt.
Projektleitung: Dr. Christoph Jensen, Universitätsbibliothek der FAU Erlangen-Nürnberg