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Italiensehnsucht und Orientfaszination: Die Bibliothek der Markgräfin Wilhelmine

Italiensehnsucht und Orientfaszination:
Die Bibliothek der Markgräfin Wilhelmine

Abb.: Bayreuth, Altes Schloss Eremitage, Japanisches Kabinett, Deckenbild (Detail)

Abb.: Bayreuth, Altes Schloss Eremitage, Japanisches Kabinett, Deckenbild (Detail)

seit 2016
Leitung: Prof. Dr. Christina Strunck
Mitarbeiterin: Tatjana Sperling
Kooperationspartner/innen: Prof. Dr. Günter Berger (Bayreuth), Prof. Dr. Hartmut Bobzin (Erlangen), Prof. Dr. Andreas Gipper (Mainz), Prof. Dr. Annette Keilhauer (Erlangen), Prof. Dr. Gisela Schlüter (Erlangen), Konstanze Söllner (Direktorin der UB Erlangen-Nürnberg)

Zu den Schätzen der Erlanger Universitätsbibliothek zählt die Bibliothek der Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth (1709-1758), die sie der Universität anlässlich ihrer Gründung im Jahr 1743 schenkte. Die Bibliothek reflektiert ihr weites, von den großen Themen der Aufklärung geprägtes Interessensspektrum, das sich auch in der erhaltenen Korrespondenz mit ihrem Bruder Friedrich („dem Großen“) und in ihrem Kontakt zu Voltaire äußert. Im Zuge der schrittweisen Digitalisierung der Bibliothek werden die Bände auf handschriftliche Notizen der Markgräfin durchgesehen. Ein transdisziplinär zusammengesetztes Expertenteam befasst sich mit den Spuren der markgräflichen Lektüren sowohl in materieller als auch in ideeller Hinsicht. Die Rezeptionsprozesse in Wilhelmines eigenen literarischen und künstlerischen Werken stehen dabei ebenso im Blickpunkt wie die literarischen Quellen der von ihr in Auftrag gegebenen Kunstwerke.

Im Herbst 2018 soll aus Anlass des 275. Gründungsjubiläums der FAU eine internationale Tagung stattfinden, die die Markgräfin als Mitbegründerin der Erlanger Universität würdigt. Der Schwerpunkt der Tagung wird auf der internationalen Vernetzung der Markgräfin und den dadurch ermöglichten kulturellen Transfers liegen. Das ausgedehnte familiäre Netzwerk der königlichen Geschwister wird dabei ebenso berücksichtigt wie der Austausch mit bildenden Künstlern, Musikern, Sammlern und Gelehrten sowohl auf der Italienreise 1754/55 als auch am Bayreuther „Musenhof“.