Die politisierte Sammlung – Museen und Residenzen im frühen 20. Jahrhundert

Tagung Die politisierte Sammlung Juli 2022

Erstes Schlösserkolloquium der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Nachdem die Provenienzforschung bereits seit einigen Jahren breiten Raum im Forschungsdiskurs rund um museale Sammlungen einnimmt, rückt nun immer mehr auch die Geschichte musealer Präsentationsformen selbst in den Fokus des wissenschaftlichen Interesses. Dies betrifft einerseits Museumsobjekte, die nicht zuletzt durch kuratorische Prozesse mit neuen Kontexten aufgeladen wurden, andererseits aber auch in besonderem Maße repräsentative Bauwerke wie Burgen, Schlösser und Residenzen, die einen weiten Assoziationsraum für verschiedenste Herrschaftsformen eröffnen.

Das Kolloquium des Instituts für Kunstgeschichte der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Bayerischen Schlösserverwaltung fragt nach solchen historischen Verfahren der kuratorischen Sinnstiftung, nicht zuletzt im Rahmen staatlich gesteuerter Identitätspolitik.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten und ist kostenfrei zugänglich.

 

Wann: 22.7.2022
Wo: Kaiserburg Nürnberg, Kleiner Saal im Finanzstadel

 

Programm:

14:00-14:10        Begrüßung: Prof. Dr. Christina Strunck (Institut für Kunstgeschichte, FAU)

14:10-14:30        Einführung in den Themenkreis: Dr. Sebastian Karnatz (Bayerische Schlösserverwaltung)

 

Block 1: Das politisierte Museum

14:30-15:00       Dr. Marina Beck (FAU), National- und Landesmuseen als Inszenierungsorte staatlicher Identitäts- und Geschichtspolitik

15:00-15:30       Isabel Hauenstein, M.A. (FAU / Germanisches Nationalmuseum): Zwischen Kulturgeschichte und Politik. Ausstellungskonzeptionen im Germanischen Nationalmuseum während des »Dritten Reichs«

15:30-16:00       Diskussion + KAFFEEPAUSE

Block 2: Die politisierte Residenz

16:00-16:30:      Katharina Heinemann, M.A. (BSV): Die Kaiserburg Nürnberg als monarchische Nebenresidenz und als Ehrenunterkunft im Nationalsozialismus

16:30-17:00:      Dr. Uta Piereth (BSV): Das Alte Schloss Herrenchiemsee als Ort des Verfassungskonventes 1948

Diskussion und Pause

 

Abendvortrag:

18:00-19:00        Prof. Dr. Helmut-Eberhard Paulus (Julius-Maximilians-Universität Würzburg): Schlösser als repräsentative Orte der verfassten Demokratie

19:00                   Ausklang mit Gelegenheit zum Austausch im Merian-Gärtchen

 

Poster