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Der Herrscher

Theuerdank beim Zünden einer Kanone

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Hans Schäufelein, Theuerdank beim Zünden einer Kanone, 1519

Holzschnitt, 36 x 24,9 cm (15,8 x 13,8 cm), Kunstsammlungen der Stadt Nürnberg.

 

Was macht einen guten Herrscher aus? Welche Eigenschaften muss er besitzen? In seinen autobiographischen Büchern Freydal, Weißkunig und Die Abenteuer des Ritters Theuerdank will Kaiser Maximilian I. Antworten auf diese Fragen geben und sich selbst als idealen Herrscher und Ritter präsentieren.[1] Der heute kaum noch bekannte Theuerdank war im 16. und 17. Jahrhundert – insbesondere wegen der Jagdabenteuer − ein beliebtes Volksbuch, das in etlichen Auflagen und Bearbeitungen erschien.[2] Sogar in Goethes Götz von Berlichingen fand es noch Erwähnung.[3]

Der Holzschnitt von Hans Schäufelein ist Teil dieses Buches und erzählt das fünfzigste Abenteuer Theuerdanks. Der Held (Mitte) und sein Herold Ehrenhold (links) geraten durch Unfalo (rechts) in Gefahr, der eine Kanone manipuliert hat.[4] Wird der Herrscher die Bedrohung unversehrt überstehen?

[1] Otto Bürger: Beiträge zur Kenntnis des Theuerdank. (= Quellen und Forschung zur Sprach- und Culturgeschichte der Germanischen Völker 92). Straßburg 1902, S. 1. – Manfred Hollegger: Maximilian I. (1459-1519). Herrscher und Mensch einer Zeitwende. Stuttgart 2005, S. 245-247. – Heinz Krieg: Kaiser Maximilian I. und das Rittertum. In: Oliver Auge, Ralf-Gunnar Werflich und Gabriel Zeilinger (Hrsgg.): Fürsten an der Zeitwende zwischen Gruppenbild und Individualität. Formen fürstlicher Selbstdarstellung und ihre Rezeption (1450-1550). Wissenschaftliche Tagung. Landeskulturzentrum Schloss Salzau. 27.-29. März 2008, S. 221-238, hier S. 221 u. S. 227 u. 230. – Helmut Roob: Der Theuerdank. (= Aus den Schätzen der Gothaer Bibliothek 4). Gotha 1957, S. 5. – Karl Heinz Schreyl (Hrsg.): Hans Schäufelein. Das druckgraphische Werk, 2 Bde. Bd.1: Katalog. Nördlingen 1990, S. 137. – Helga Unger (Hrsg.): Maximilian I.. Theuerdank. Die Geferlicheiten und eins Teils der Geschichten des loblichen streitbaren und hochberümbten Helds und Ritters Teuerdanks. München 1968, S. 329. – Hermann Wiesflecker: Kaiser Maximilian I. Das Reich, Österreich und Europa an der Wende zur Neuzeit. 5 Bde. Bd. 5: Der Kaiser und seine Umwelt. Hof, Staat, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur. München 1986, S. 307f u. 313f. Bürger 1902, S. 36-38. – Hollegger 2005, S. 244. – Krieg 2008, S. 221-238, hier S. 221 u. 231. – Wiesflecker 1986, S. 308.
[2] Krieg 2008, S. 221-238, hier S. 229. – Schreyl 1990, S. 137f. – Unger 1968, S. 332. – Wiesflecker 1986, S. 314.
[3] Wiesflecker 1986, S. 314.
[4] M. Consuelo Oldenbourg: Die Buchholzschnitte des Hans Schäufelein. Ein Bibliographisches Verzeichnis ihrer Verwendungen. 2 Bde. Bd.1: Textband. Baden-Baden 1964., S. 76. –  Schreyl 1990, S. 132, 141. – Unger 1968, S. 130. Krieg 2008. S. 231 u. 237. – Roob 1957, S. 5.

 

Der Theuerdank erschien erstmals 1517 unter dem Titel Die geverlicheiten vnd einsteils der geschichten des loblichen streytparen vnd hochberümbten helds vnd Ritters herr Tewrdanncks.[1] Der in dieser Ausgabe verwendete Holzschnitt Theuerdank beim Zünden einer Kanone stammte von ca. 1515.[2] Das Nürnberger Blatt gehört allerdings zur zweiten Ausgabe des Ritterromans von Hans Schönsperger aus dem Jahr 1519.[3]

Es handelt sich um einen Holzschnitt. Der Einsatz der Linien scheint geordnet und demnach von Hans Schäufelein genau überlegt worden zu sein. Teilweise wirkt es fast so, als wären einzelne Linien unter Zuhilfenahme eines Lineals entstanden, da sie exakt gerade und parallel aufeinander folgen. Dies ist speziell bei der Modellierung der Kanonenräder auffallend. Das Material, vor allem den Metalllauf der Geschütze, arbeitete der Künstler nicht besonders ersichtlich heraus. Vereinzelt wählte Schäufelein die Kreuzschraffur in den dunkleren Partien des Holzschnittes, wie beispielsweise bei Unfalos Gewand (rechts).

Das Papier des Nürnberger Holzschnittes weist kein Wasserzeichen auf. Es ist wellig, am unteren Rand unregelmäßig beschnitten und zeigt dort auch einen kleinen Einriss. Auf der Vorderseite (recto) erkennt man Verschmutzungen, vor allem Stockflecken. Im Randbereich ist hauptsächlich an der rechten unteren Ecke die Verschmutzung deutlich sichtbar, es lassen sich dort wohl auch Fingerabdrücke erkennen, weshalb man hier von „abgegriffen“ sprechen kann. Auf der Rückseite (verso) lassen sich am linken Rand Reste alter Montierungen ersehen. Eine Bleistiftbeschriftung ist ebenfalls zu erkennen. Dabei handelt es sich wohl um eine nachträgliche Kennzeichnung, vermutlich um eine Sammler- oder Inventarnummer.

[1] Krieg 2008. S. 229. – Schreyl 1990, S. 137. – Unger 1968, S. 3.
[2] Oldenbourg 1964, S. 76. – Schreyl 1990, S. 141.
[3] Inventarkartei der Graphische Sammlung Nürnberg.

Der Holzschnitt von Hans Schäufelein nimmt die obere Hälfte von Seite 229 recto des Theuerdank ein. Die Zahl 50 unten rechts bezieht sich sowohl auf die Nummerierung der Graphik als auch auf das darunter beginnende 50. Kapitel.[1] Vor einer Landschaft ist der Ritter Theuerdank (Mitte) beim Zünden einer Kanone dargestellt, umgeben von seinem Begleiter Ehrenhold (links) und Unfalo (rechts), einem von Theuerdanks Gegenspielern.

Die Landschaft (ein Gebirge mit Felsen, Tälern, Baumgruppen und einzelnen Architekturen) nimmt die obere Bildhälfte ein. Das Hauptgeschehen findet in der unteren Hälfte des Holzschnittes statt. Ehrenhold, der treue Begleiter Theuerdanks,[2] ist durch seinen Wappenrock mit dem Glücksrad als Wappen auf der Brust und den Stab in seiner linken Hand als Herold gekennzeichnet. Er steht mit leicht erhobenem Kopf am linken Rand des Holzstiches; mit seiner rechten greift er an seinen Gürtel. Sein linker Fuß ist nach vorne gestellt, wodurch sein Körpergewicht auf dem rechten zu lagern scheint. Drei Kanonen sind knapp links neben der senkrechten Mittelachse entsprechend der Perspektive hintereinander platziert. Sie trennen Ehrenhold von den anderen beiden Personen dieser Szene.

Theuerdank ist in Ritterrüstung dargestellt und gerade im Begriff, die Kanone zu zünden. Dementsprechend richtet er mit seiner rechten Hand eine Art Fackel auf das Geschütz. Seine linke Hand umfasst den Griff des am Gürtel befestigten Schwerts. Theuerdanks Blick fällt auf den Lauf der Kanone. Eine Flamme tritt dort aus einem Leck und weist den Betrachter auf die Gefahr hin, in der sich der Ritter befindet.

Der rechts am Holzschnittrand stehende Unfalo trägt einen Mantel und hat einen Zylinder über einer Haube auf seinem Kopf. Sein rechter Arm fällt nach unten und seine Hand öffnet sich nach vorne. Sein linker Arm ist angehoben und hält einen Stab empor. Sein Kopf ist schräg nach oben gerichtet, sodass sein Blick in die Ferne schweift.

Die Figuren sehen sich untereinander nicht an und wirken merkwürdig unbeteiligt an dem eigentlichen Ereignis, dem Leck im Lauf des Geschützes, aus dem eine Flamme tritt und aus dem nun die Gefahr einer Explosion droht.[3]

[1] Oldenbourg 1964, S. 76. – Schreyl 1990, S. 141.
[2] Krieg 2008. S. 231 u. 237. – Roob 1957, S. 5. – Schreyl 1990, S. 132.
[3] Oldenbourg 1964, S. 76. – Schreyl 1990, S. 141. – Unger 1968, S. 130.

Den Holzschnitt kennzeichnet eine senkrechte Mittelachse, ausgebildet durch die Kanonen. Die Handlung spielt sich im Vordergrund ab, d. h. unterhalb der waagerechten Mittelachse. Hier verdichtet sich das Geschehen. Demzufolge sind die Hell-Dunkel-Kontraste in diesem Bereich besonders herausgearbeitet. Fast wie ein Dreieck sind die drei Figuren angeordnet. Die drei Kanonenräder führen zudem die geometrische Form des Kreises ein, die im Glücksrad auf Ehrenholds Brust wiederholt wird.[1]

Eine markante Kompositionslinie wird durch den Hügel gebildet, der von der Mitte des linken Bildrands zu der Bergkuppe rechts oben hinaufführt. Parallel dazu sind weitere diagonale Linien erkennbar, so Ehrenholds Schwert und Theuerdanks Fackel bzw. sein rechter Arm.

Konträr zu dieser Diagonale, die entsprechend der üblichen Leserichtung von links nach rechts verläuft, ist der Handlungsablauf nach links ausgerichtet, da die Kanonen, Theuerdank, Unfalo und die Flamme in diese Richtung orientiert sind. Einzig Ehrenhold fällt aus diesem Prinzip heraus. Dies ist zum einen damit zu erklären, dass er und Unfalo den Holzschnitt rahmen: Beide stehen einander in ähnlicher Pose gegenüber und blicken jeweils in die Richtung des anderen, sehen sich jedoch nicht an. Zum anderen besitzt die Parallelisierung der beiden auch eine interpretatorische Funktion.[2]

[1] Siehe 3.2. Ikonographie.
[2] Siehe 3.2 Ikonographie.

Der Holzschnitt Theuerdank beim Zünden einer Kanone zeigt das fünfzigste Abenteuer aus Die Abenteuer des Ritters Theuerdank.[1]

In diesem Kapitel wird in Versen geschildert, dass Unfalo Theuerdank in sein Zeughaus einlädt, damit der Ritter Unfalos Kanonen ausprobieren darf. Zuvor hat Unfalo aber die Geschütze überladen, sodass die Kanone beim Zünden in Stücke gerissen wird. Doch Theuerdank – alias Kaiser Maximilian I.[2] − geschieht nichts. Er fragt Unfalo darauf, weshalb er ihn hinters Licht geführt habe, doch überzeugt dieser den Ritter von seiner Unschuld.[3]

Es scheint, als habe Schäufelein die Positionierung der Figuren genau bedacht. Ehrenhold steht vor der defekten Kanone, als versuche er, die Gefahr abzuwenden bzw. Unfalo daran zu hindern, im Sinne seiner Mission Theuerdank Schaden zuzufügen. Die kompositionelle Parallelisierung[4] von Unfalo und Ehrenhold betont dessen Rolle als Gegenspieler des Bösen.

Die kompositionelle Wiederholung des Rades (Ehrenholds Glücksrad und die Kanonenräder) bietet zudem einen weiteren Interpretationsansatz: 80 Abenteuer muss der Held bestreiten, in denen er jedes Mal einer Gefahr ausgesetzt ist und dieser wie durch ein Wunder entkommt. Er ist also sprichwörtlich in einem Rad gefangen. Hat er eine Gefahr überwunden, so folgt die nächste. Diese Komposition kommt auch bei anderen Holzschnitten zum Tragen.

Als Vorbild für das fünfzigste Abenteuer Theuerdanks könnte eine wahre Begebenheit aus dem Leben Maximilians I. gedient haben.

Als Kind besaß Maximilian eine Spielzeugkanone, welche er mit Pulver vollstopfte. Dieses hatte er sich zuvor heimlich besorgt. Als er gerade im Begriff war, seine Kanone abzufeuern, entdeckte man ihn und wendete somit die Katastrophe ab.[5]

Bemerkenswerterweise wurde der biographische Bezug zu Maximilian im Lauf der Werkgenese verunklärt.

Gegenüber dem ursprünglichen Zustand von Schäufeleins Holzschnitt veränderte Leonhard Beck Theuerdanks Oberkörper und dessen rechten Fuß sowie Unfalos Kopf.[6] Dabei wurden die Gesichtszüge Maximilians I. getilgt.

Hans Schäufelein, Theuerdank beim Zünden einer Kanone (erste Fassung), Detail.
Bildnachweis: Dodgson, C.: Some Undescribed States of Theuerdank Illustrations Source. In: The Burlington Magazine for Connoisseurs, Vol. 84, No. 491 (Feb. 1944), S. 47-49, hier S. 47.

Albrecht Dürer, Kaiser Maximilian I., 1519.
Bildnachweis: Prometheus Bildarchiv (dort nach: Strieder, P.: Dürer, 1981 S. 77, Abb. 82.)

 

 

 

 

[1] Siehe 3.1. Die Abenteuer des Ritters Theuerdank. - Oldenbourg 1964., S. 76. – Schreyl 1990, S. 141. – Unger 1968, S. 130.
[2] Siehe 3.2. Kaiser Maximilians Autobiographie.
[3] Unger 1968, S. 130.
[4] Siehe 2.2. Kompositionelle Analyse.
[5] Bürger 1902, S. 38.
[6] Dodgson, Campbell: Some Undescribed States of Theuerdank Illustrations Source. In: The Burlington Magazine for Connoisseurs, Vol. 84, No. 491 (Feb. 1944), S. 47-49, hier S. 47. –  Schreyl 1990, S. 141.

Die Abenteuer des Ritters Theuerdank umfassen insgesamt  118 Kapitel, zu welchen je ein Holzschnitt und entsprechende Verse gehören.[1] Das Buch erzählt vom Ritter Theuerdank, der sich mit seinem Herold Ehrenhold auf den Weg zu seiner Braut Königin Ehrenreich macht. Allerdings wird er nacheinander von drei Bösewichten (Fürwittig, Unfalo und Neidelhart) in insgesamt 80 unterschiedliche Gefahren gebracht, die der gutgläubige Ritter meistern muss und wie ein Wunder immer wieder überlebt.

Leonhard Beck, Theuerdank trifft bei Königin Ehrenreich ein, 1517 (Faksimile).
Bildnachweis: Prometheus Bildarchiv (dort nach: Appuhn, H. (Hrsg.): Kaiser Maximilian I., Theuerdank, 1517, Faksimile, 1979, S. 464.)

Am Schluss trifft er bei der Königin ein (Leonhard Beck, Theuerdank trifft bei Königin Ehrenreich ein, 1517). Die drei Bösewichte werden vom Hofgericht verurteilt. Bevor es zur Hochzeit kommt, schickt Ehrenreich den Helden allerdings auf einen Kreuzzug ins Heilige Land, so dass der Ausgang der Geschichte offen bleibt.[2]

Auftraggeber des Theuerdank war Kaiser Maximilian I., der ab 1505 die Entwürfe für die Abenteuer und die Ideen zu den Holzschnitten selbst lieferte.[3] Für die Ausführung des präsentierfähigen Textes waren des Kaisers Kämmerer Siegmund von Dietrichstein, Maximilians Geheimsekretär Marx Treitzsaurwein sowie der Hofhistoriograph Johann Stabius und als Berater Konrad Peutinger zuständig.[4] Besonderen Anteil am Theuerdank hatte Melchior Pfinzing, Propst von St. Sebald in Nürnberg und mehrfacher Domherr, der mit der Endredaktion beauftragt wurde.[5]

Für die Illustration und Drucklegung des Theuerdank war der Augsburger Humanist Konrad Peutinger und für die technische Umsetzung der zu dieser Zeit in Augsburg tätige Antwerpener Jost de Negker engagiert worden. Der Druck erfolgte letztendlich bei Hans Schönsperger in Augsburg 1517. Im Impressum ist jedoch Nürnberg als Druckort verzeichnet, um damit Melchior Pfinzing für seine Arbeit zu würdigen. Vierzig Pergament- und 300 Papierexemplare wurden angefertigt.[6]

Die zum Ritterroman gehörigen Holzschnitte stammen von Leonhard Beck, Hans Burgkmair, Erhard Schön, Wolf Traut und Hans Schäufelein. Im 18. Jahrhundert hatte man alle im Theuerdank veröffentlichten Holzschnitte Hans Schäufelein zugeschrieben. Wie stilkritische Untersuchungen ergaben, stammen jedoch nur 21 Holzschnitte von Schäufelein.[7] Acht davon sind von ihm signiert.

Den Auftrag für die Anfertigung der Holzschnitte erhielt Schäufelein vom Drucker Johann Schönsperger. Bereits seit 1511 muss der Künstler an der Ausarbeitung der Holzschnitte tätig gewesen sein. Ein Brief des Formschneiders Jost de Negkar an den Kaiser vom 27. Oktober 1512 deutet an, dass Schäufelein mehr Vorzeichnungen angefertigt hatte als Holzschnitte publiziert wurden. Schönsperger schuldete dem Künstler einen Teil des Lohns, woraufhin Schäufelein die Arbeit wohl abbrach.[8]

[1] Krieg 2008, S. 221-238, hier S. 228 u. 231. – Roob 1957, S. 5. – Schreyl 1990, S. 137.
[2] Krieg 2008, S. 221-238, hier S. 230f. – Roob 1957, S. 5. – Schreyl 1990, S. 137. – Wiesflecker 1986, S. 314.
[3] Hollegger 2005, S. 244. – Krieg 2008, S. 221-238, hier S. 221. – Schreyl 1990, S. 137. – Unger 1968, S. 327. –  Wiesflecker 1986, S. 312.
[4] Schreyl 1990, S. 137. – Unger 1968, S. 329f. – Wiesflecker 1986, S. 312.
[5] Hollegger 2005, S. 246. – Krieg 2008, S. 221-238, hier S. 229. – Schreyl 1990, S. 137. – Unger 1968, S. 330f. – Wiesflecker 1986, S. 312.
[6] Hollegger 2005, S. 246. – Krieg 2008, S. 221-238, hier S. 228. – Roob 1957, S. 4f. – Schreyl 1990, S. 137. – Unger 1968, S. 331. – Wiesflecker 1986, S. 312f.
[7] Hollegger 2005, S. 246. – Krieg 2008, S. 221-238, hier S. 228f. – Oldenbourg 1964, S. 75. – Roob 1957, S. 4. –  Schreyl 1990, S. 137f. – Unger 1968, S. 331. – Wiesflecker 1986, S. 312f.
[8] Oldenbourg 1964, S. 75. – Schreyl 1990, S. 137f.

Der Ritter Theuerdank ist eigentlich niemand anderes als Kaiser Maximilian, der Herrscher des Heiligen Römischen Reichs, was Melchior Pfinzing in einem dem Buch beigegebenen „Schlüssel“ zu verstehen gibt. Die Abenteuer des Ritters Theuerdank sind Teil einer autobiographischen Buchreihe, zu der auch die Werke Freydal (erster Teil) und Weißkunig (zweiter Teil) zählen. Es war ursprünglich so gedacht, dass sich die drei Teile ergänzen, weswegen auch im Originaltitel des Theuerdank einsteils der geschichten vermerkt ist. Zusammen sollten sie die Geschichte Maximilians überhöhen. Sie geben wohl auch tatsächlich stattgefundene Ereignisse wieder, wenn auch idealisiert.[1]

Der Freydal ist ein Minneroman. Er erzählt vom gleichnamigen Ritter, welcher jeweils Turnierkämpfe an verschiedenen Turnierhöfen meistern muss, um schließlich nach den Kämpfen an den einzelnen Höfen seine Dame auf das Tanz- und Maskenfest führen zu können.[2] Diese größtenteils fiktive Erzählung bezieht sich auf die historische Geschichte der „‚ritterlichen Minnedienste“ Maximilians zu Ehren Marias von Burgund.[3] Neben den fragmentarischen Textteilen haben sich auch 250 Holzschnittentwürfe erhalten, worunter fünf von Albrecht Dürer stammen.[4]

Die Abenteuer des Ritters Theuerdank ist eine Helden- bzw. Ritterdichtung. Es handelt von Gefahren und Abenteuern des Kaisers, während er um Maria von Burgund als Braut warb, und ist das einzige der autobiographischen Bücher, welches noch zu Maximilians Lebzeiten gedruckt wurde.[5]

Der Weißkunig ist ein „historischer Prosaroman“[6]. Er thematisiert in drei Teilen Kriege mit europäischen Mächten. Demnach erzählt das Buch im eigentlichen Sinne die Kriegsgeschichte des Kaisers selbst. Er wurde erstmals 1775 gedruckt.[7]

Die Grundidee und das Ziel von Freydal, Die Abenteuer des Ritters Theuerdank und Weißkunig ist es, den Kaiser als einzigartigen, idealen Ritter bzw. ritterlichen Herrscher zu präsentieren.[8]

Somit zeigen sie die zeitgenössische Vorstellung eines Helden auf. Die Geschichten prägten auch das Klischee, Maximilian sei der „letzte Ritter“ gewesen.[9]

Der Theuerdank endet mit dem Entschluss zum Kreuzzug gegen die Glaubensfeinde, auf den die Königin Ehrenreich Theuerdank schickt. Dies ist vergleichbar mit dem Vorhaben Maximilians, einen Kreuzzug gegen die Türken zu starten, was er jedoch nie verwirklichte.[10]

Mit dem letzten geplanten Abenteuer wird auf die höchste und traditionelle Form des Rittertums verwiesen, die militia Christi (Streitkraft Christi). Dies erklärt Melchior Pfinzing so, dass Theuerdank von Anfang von Gott ausgewählt wurde, um gegen die ungläubigen Feinde der Königin, welche raubten, mordeten und Feuer legten, vorzugehen.

Der Ritter war demnach von Gott berufen, das Christentum zu verteidigen. Daher stand ihm Gott zur Seite, um all die Gefahren zu bewältigen und sogar über Fortuna zu siegen.[11]

Königin Ehrenreich steht für Maria von Burgund, verkörpert jedoch auch die „menschliche und göttliche Ehre“.[12]

o.A., o.A., Detail König Ruhmreich. Bildnachweis: Unger, H.: Maximilian I.. Theuerdank. Die Geferlicheiten und eins Teils der Geschichten des loblichen streitbaren und hochberübmten Helds und Ritters Teuerdanks. 1968, S. 9.

Ihr Vater ist König Ruhmreich beziehungsweise Karl von Burgund, auch bekannt als Karl der Kühne. Seinen allegorischen Namen Ruhmreich verdankt Karl seinem Reichtum und seiner Macht.[13]

Hans Schäufelein, Theuerdank beim Zünden einer Kanone (erste Fassung), Detail.
Bildnachweis: Dodgson, C.: Some Undescribed States of Theuerdank Illustrations Source. In: The Burlington Magazine for Connoisseurs, Vol. 84, No. 491 (Feb. 1944), S. 47-49, hier S. 47.

Die drei Hauptleute Fürwittig, Unfalo und Neidelhart verraten im Prinzip durch ihre Namen ihren Charakter.[14] Fürwittig personifiziert die Jugend und die mit diesem Alter verbundene Neugier und Gedankenlosigkeit.[15] Unfalo repräsentiert den reifen Mann, dessen übergroßen Eifer und unvernünftiges Denken.[16] Neidelhart versinnbildlicht das letzte Lebensalter, welches von Neid und Hass getrieben wird. Außerdem stellen die drei politisch gesehen oppositionelle Widersacher dar.[17]

Ehrenhold, der Herold Theuerdanks, trägt auf der Brust das Glücksrad als Wappen.[18] Hier besteht vermutlich ein Bezug zum Ratschlag von Theuerdanks Vater, Gott stets vor Augen zu haben, denn dann werde ihm das Glück zur Seite stehen.[19]

Ehrenhold begleitet nicht nur den Ritter bei seinen Abenteuern, er personifiziert auch das Gedächtnis beziehungsweise die Offenbarung der Wahrheit. Dies bezieht sich auf die Aufdeckung der hinterlistigen Machenschaften der drei Bösewichte.[20]

Hans Schäufelein, Theuerdank und ein Ritter sind im Turnier gestürzt, Detail Neidelhart.
Bildnachweis: Oldenbourg, M. C.: Die Buchholzschnitte des Hans Schäufelein. Bd. 2, 1964, S. 103.

[1] Bürger 1902, S. 36-39. – Krieg 2008, S. 221-238, hier S. 230. – Hollegger 2005, S. 244. – Krieg 2008, S. 221-238, hier S. 221 u. 231. – Wiesflecker 1986, S. 308.
[2] Hollegger 2008, S. 246f. – Krieg 2008, S. 221-238, hier S. 227. – Schreyl 1990, S. 137. – Unger 1968, S. 333. –  Wiesflecker 1986, S. 310-312.
[3] Schreyl 1990, S. 137.
[4] Hollegger 2008, S. 246f. – Krieg 2008, S. 221-238, hier S. 227. –  Schreyl 1990, S. 137. –  Unger 1968, S. 333. –  Wiesflecker 1986, S. 310-312.
[5] Hollegger 2005, S. 246f. –  Krieg 2008, S. 221-238, hier S. 228-230. –  Roob 1957, S. 3. –  Wiesflecker 1986, S. 312f.
[6] Hollegger 2005, S. 245.
[7] Hollegger 2005, S. 245. –  Schreyl 1990, S. 137. –  Unger 1968, S. 338-341. –  Wiesflecker 1986, S. 315.
[8] Bürger 1902, S. 1. –  Hollegger, S. 245-247. –  Krieg 2008, S. 221-238, hier S. 221, 227 u. 230. –  Roob 1957, S. 5. –  Schreyl 1990, S. 137. –  Unger 1968, S. 329. –  Wiesflecker 1986, S. 307f u. 313f.
[9] Krieg 2008, S. 221-238, hier S. 226.
[10] Krieg 2008, S. 221-238, hier S. 232. –  Schreyl 1990, S. 137.
[11] ebd.
[12] Schreyl 1990, S. 137. Siehe Abbildung, Kapitel 3.1. Die Abenteuer des Ritters Theuerdank.
[13] Bürger 1902, S. 64f. –  Hollegger 2005, S. 246. –  Unger 1968, S. 13f u. 302f.
[14] Bürger 1902, S. 57-65. –  Hollegger 2005, S. 246. – Krieg 2008, S. 221-238, hier S. 230-232. –  Roob 1957, S. 5. –  Schreyl 1990, S. 137. –  Wiesflecker 1986, S. 313.
[15] Bürger 1902, S. 57-65. –  Hollegger 2005, S. 246. – Krieg 2008, S. 221-238, hier S. 230-232. –  Roob 1957, S. 5. –  Schreyl 1990, S. 137. –  Wiesflecker 1986, S. 313.
[16] Bürger 1902, S. 57-65. –  Hollegger 2005, S. 246. – Krieg 2008, S. 221-238, hier S. 230-232. –  Roob 1957, S. 5. –  Schreyl 1990, S. 137. –  Wiesflecker 1986, S. 313.
[17] Bürger 1902, S. 57-65. –  Hollegger 2005, S. 246. – Krieg 2008, S. 221-238, hier S. 230-232. –  Roob 1957, S. 5. –  Schreyl 1990, S. 137. –  Wiesflecker 1986, S. 313.
[18] Krieg 2008, S. 221-238, hier S. 231 u. 237. –  Roob 1957, S. 5. –  Schreyl 1990, S. 132.
[19] Schreyl 1990, S. 137. –  Wiesflecker 1986, S. 313.
[20] Krieg 2008, S. 221-238, hier S. 231 u. 237. –  Roob 1957, S. 5. –  Schreyl 1990, S. 132.

Wolfgang Schmale analysiert in seinem Buch Geschichte der Männlichkeit in Europa (1450-2000) das autobiographische Schreiben.[1] Dieses war zunächst eine männliche Domäne. Nur wenige Frauen sind bekannt, die derartige Texte verfassten. Das Schreiben und Erstellen solcher Selbstzeugnisse setzte außerdem einen gewissen Bildungsstand voraus, weshalb die Autoren hauptsächlich dem Bildungsbürgertum zuzuordnen sind.[2] Die meisten von ihnen gehörten dem protestantischen Glauben an. Die katholische Kirche hatte Leichenpredigten, die das Leben des Verstorbenen schilderten. Hans Rudolf Velten vergleicht deshalb die Autobiographie mit einem Epitaph zur Erinnerung an den Toten und zum Beweis seiner Existenz für die Nachkommen oder die breite Masse.[3]

Das Verständnis für Wahrheit war damals ein anderes als heute. Der Mensch erklärte sich manche Ereignisse in seinem Leben mit übernatürlichen Kräften. Deshalb war es üblich, Autobiographien mithilfe von metaphorischen und allegorischen Darstellungsformen zu versehen.[4]

„Konkret heißt das in Bezug auf frühneuzeitliche Autobiographien, dass sich in dem erzählten Leben biblische Situationen, das Eingreifen der Hand Gottes, das Wirken der Fortuna, das Wirken des Todes oder vielleicht das Modell des neuen Adam etc. widerspiegelt.“[5]

Da die Autobiographien üblicherweise im Rückblick verfasst wurden, stellte man sich meist idealisiert und tugendhaft dar.[6]

Obwohl sich Wolfgang Schmale ausschließlich mit der bürgerlichen Autobiographie befasst, ist diese mit der höfischen in vielen Punkten verwandt. Kaiser Maximilian I. stellte sich im Theuerdank ebenfalls idealisiert und tugendhaft dar. Gott und Fortuna stehen dem tapferen Helden Theuerdank zur Seite. Maximilian glaubte zweifellos an die Wirkung übernatürlicher Kräfte. Astrologie und Mythen bestimmten sein Leben, was zu dieser Zeit, wie Schmale analysierte, nicht unüblich war. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass Allegorien, Gott und Fortuna in die Autobiographie des Kaisers aufgenommen wurden.[7] Zudem schuf Maximilian sich mit dem Buch ein literarisches Epitaph, das eine Erinnerung für die Nachwelt und ein Lehrbuch für seinen Enkel bilden sollte.

Unterschiede zwischen bürgerlicher und höfischer Autobiographie aus dieser Zeit stellen sicherlich die Druckauflagen und die Verbreitung der Bücher dar. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal von Maximilians höfischer Autobiographie ist jedoch die Präsenz von Illustrationen, die durch namhafte Künstler geschaffen wurden.

Die von Schmale anhand der Autobiographien erarbeiteten Männlichkeitsideale des 16. Jahrhunderts stimmen mit denjenigen des Ritters Theuerdank durchaus überein. Man war damals der Ansicht, die Ehre eines Mannes sei das Wichtigste. Soziale Kontakte bestanden überwiegend zu männlichen Personen, da die Handlungsspielräume von Frauen begrenzt waren. Gefahrensituationen sollte der Mann am besten selbst bewältigen und sich dabei stets mutig, besonnen, entschlossen und tugendhaft zeigen. Sowohl das Vertrauen auf Gott als auch auf Fortuna waren unerlässlich.[8] Diese Charakteristika weist auch der tapfere Ritter in seinen Abenteuern auf.

[1] Wolfgang Schmale: Geschichte der Männlichkeit in Europa. 1450-2000. Wien 2003, S. 32.
[2] Ebd., S. 32-35.
[3] Ebd., S. 33-36.
[4] Ebd., S. 35-38.
[5] Ebd., S. 36.
[6] Ebd., S. 35-37.
[7] Bürger 1902, S. 36-39.
[8] Schmale 2003, S. 93-95.

Der Holzschnitt Theuerdank beim Zünden einer Kanone von Hans Schäufelein muss im Zusammenhang mit dem Buch Die Abenteuer des Ritters Theuerdank[1] gesehen werden, das Teil einer großangelegten Autobiographie Kaiser Maximilians I ist.[2] Besonders die Selbstinszenierung des Kaisers und die allegorischen Personen müssen für die Interpretation des Werks herangezogen werden. Maximilian präsentiert sich in seinen drei Büchern als Liebhaber und Meister der Künste und der Wissenschaft. Dabei zeigt er sich „als ein uomo universale (Weißkunig), als hochgemuter junger Fürst in Gottes Huld (Theuerdank), als glänzender Tunierheld und Festgestalter (Freydal)“.[3]

[1] Siehe Kapitel 3.1.
[2] Siehe Kapitel 3.2.
[3] Hollegger 2005, S. 247. - Wiesflecker 1986, S. 308.

Leonhard Beck, Theuerdank trifft bei Königin Ehrenreich ein, 1517 (Faksimile).
Bildnachweis: Prometheus Bildarchiv (dort nach: Appuhn, H. (Hrsg.): Kaiser Maximilian I., Theuerdank, 1517, Faksimile, 1979, S. 464.)

Leonhard Beck, Theuerdank trifft bei Königin Ehrenreich ein, 1517 (Faksimile)

Der Holzschnitt zeigt den Ritter Theuerdank, der gerade am Hof der Königin Ehrenreich eintrifft. Um dieses Ziel zu erreichen, musste er 80 Abenteuer bestreiten. Doch kommt es noch nicht zur Hochzeit. Die Königin schickt den Ritter zuerst auf den Kreuzzug gegen die Glaubensfeinde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hans Schäufelein, Theuerdank in Gefahr mit einem Löwen, Detail Fürwittig.
Bildnachweis: Oldenbourg, M. C.: Die Buchholzschnitte des Hans Schäufelein. Bd. 2, 1964, S. 98.

Hans Schäufelein, Theuerdank in Gefahr mit einem Löwen, Detail Fürwittig

Fürwittig ist der erste Bösewicht, der Theuerdank insgesamt elfmal in Gefahr bringt. Er entspricht dem Lebensalter der Jugend.[1]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hans Schäufelein, Theuerdank und ein Ritter sind im Turnier gestürzt, Detail Neidelhart.
Bildnachweis: Oldenbourg, M. C.: Die Buchholzschnitte des Hans Schäufelein. Bd. 2, 1964, S. 103.

Hans Schäufelein, Theuerdank und ein Ritter sind im Turnier gestürzt, Detail Neidelhart

Neidelhart bringt Theuerdank einundzwanzigmal in Gefahr. Er steht für das letzte Lebensalter.[2]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

o.A., o.A., Detail König Ruhmreich.
Bildnachweis: Unger, H.: Maximilian I.. Theuerdank. Die Geferlicheiten und eins Teils der Geschichten des loblichen streitbaren und hochberübmten Helds und Ritters Teuerdanks. 1968, S. 9.

o.A., o.A., Detail König Ruhmreich

Bei König Ruhmreich handelt es sich um Karl den Kühnen, den Vater der Maria von Burgund. Er stirbt in den ersten Kapiteln des Theuerdanks.[3]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hans Schäufelein, Theuerdank beim Zünden einer Kanone (erste Fassung), Detail.
Bildnachweis: Dodgson, C.: Some Undescribed States of Theuerdank Illustrations Source. In: The Burlington Magazine for Connoisseurs, Vol. 84, No. 491 (Feb. 1944), S. 47-49, hier S. 47.

Hans Schäufelein, Theuerdank beim Zünden einer Kanone (erste Fassung), Detail

Die Ähnlichkeit der Gesichtszüge zwischen Theuerdank in der ersten Fassung des Holzschnittes Theuerdank beim Zünden einer Kanone von Hans Schäufelein und Dürers Porträt Kaiser Maximilians I. ist deutlich erkennbar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Albrecht Dürer, Kaiser Maximilian I., 1519.
Bildnachweis: Prometheus Bildarchiv (dort nach: Strieder, P.: Dürer, 1981 S. 77, Abb. 82.)

Albrecht Dürer, Kaiser Maximilian I., 1519

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[1]  Bürger 1902, S. 57-65. –  Hollegger 2005, S. 246. – Krieg 2008, S. 221-238, hier S. 230-232. –  Roob 1957, S. 5. –  Schreyl 1990, S. 137. –  Wiesflecker 1986, S. 313.
[2] ebd.
[3] Bürger 1902, S. 64f. –  Hollegger 2005, S. 246. –  Unger 1968, S. 13f u. 302f.

Bürger, Otto: Beiträge zur Kenntnis des Theuerdank. (= Quellen und Forschung zur Sprach- und Culturgeschichte der Germanischen Völker 92). Straßburg 1902.

Dodgson, Campbell: Some Undescribed States of Theuerdank Illustrations Source. In: The Burlington Magazine for Connoisseurs, Vol. 84, No. 491 (Feb. 1944), S. 47-49.

Hollegger, Manfred: Maximilian I. (1459-1519). Herrscher und Mensch einer Zeitwende. Stuttgart 2005.

Krieg, Heinz: Kaiser Maximilian I. und das Rittertum. In: Oliver Auge, Ralf-Gunnar Werflich und Gabriel Zeilinger (Hrsgg.): Fürsten an  der Zeitwende zwischen Gruppenbild und Individualität. Formen fürstlicher Selbstdarstellung und ihre Rezeption (1450-1550). Wissenschaftliche Tagung. Landeskulturzentrum Schloss Salzau. 27.-29. März 2008, S. 221-238.

Oldenbourg , M. Consuelo: Die Buchholzschnitte des Hans Schäufelein. Ein Bibliographisches Verzeichnis ihrer Verwendungen. 2 Bde. Bd. 1: Textband. Baden-Baden 1964.

Roob, Helmut: Der Theuerdank. (=Aus den Schätzen der Gothaer Bibliothek 4). Gotha 1957.

Schmale, Wolfgang: Geschichte der Männlichkeit in Europa. 1450-2000. Wien 2003.

Schreyl, Karl Heinz (Hrsg.): Hans Schäufelein. Das druckgraphische Werk, 2 Bde. Bd. 1: Katalog. Nördlingen 1990.

Unger, Helga (Hrsg.): Maximilian I.. Theuerdank. Die Geferlicheiten und eins Teils der Geschichten des loblichen streitbaren und hochberümbten Helds und Ritters Teuerdanks. München 1968.

Wiesflecker, Hermann: Kaiser Maximilian I. Das Reich, Österreich und Europa an der Wende zur Neuzeit. 5 Bde. Bd. 5: Der Kaiser und seine Umwelt. Hof, Staat, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur. München 1986.

Autorin: Daniela Gäbisch