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Die ‚Melusine’ des Thüring von Ringoltingen

Die ‚Melusine’ des Thüring von Ringoltingen in der deutschen Drucküberlieferung von ca. 1473/74 bis ins 19. Jahrhundert. Buch, Text und Bild

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Abb.: 7v

Interdisziplinäres DFG-Projekt (Ra 410/9-1)
Laufzeit: 2007 bis 2010
Projektleitung (Kunstgeschichte): Prof. Dr. Heidrun Stein-Kecks

Im Mittelpunkt steht die „Melusine“ des Thüring von Ringoltingen als (gedrucktes) Buch wie es der spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Buchhändler plante, verlegte und vertrieb und wie es der Käufer und Leser in Händen hielt und rezipierte. Arbeitsgrundlage ist die Erfassung, Beschreibung und Analyse der Drucküberlieferung vom Basler Erstdruck des Druckerverlegers Bernhard Richel um 1473/74 bis zum Ende der ‚Volksbuch’-Ausgaben in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts. Die Analyse schreibdialektaler, stilistischer und rhetorischer Kennzeichen, der Art und Funktion der Bilder (Bildzyklen) im Buch und auf dem Titelblatt, ihrer Ikonographie, der Rolle der verschiedenen Bildurheber und Produzenten im Buchherstellungsprozess sowie die Ausstattung und Typographie des Buches, die die gesamte Materialität des Buchkörpers umfasst, ist das forschungsrelevante Gesamtziel. Über fast vier Jahrhunderte hinweg sollen die Wechselwirkungen zwischen Buchproduktion, Buchgestalt, Textgestalt, Lesen und Leser erschlossen werden. – Das Projekt ist interdisziplinär angelegt. Buchwissenschaft (Buchgestaltung, Buchhandel, Publikum und Markt), Lesegeschichte (Layout, Leseweisen und Lektürepraktiken), Sprachgeschichte (Sprachwandel vom 15. bis 19. Jahrhundert, Textorganisation, Druckersprachen) und Kunstgeschichte (Bild- und Mediengeschichte, Text-Bild-Beziehungen, Bild-Lektüre; Transferprozesse) bringen ihre jeweils spezifischen Fragen und Methoden ein.