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Paracelsus und die Bilder

Paracelsus und die Bilder. Über Glauben, Magie und Astrologie im Reformationszeitalter

Abb.: Paracelsus

Abb.: Paracelsus

Laufzeit: 2005 bis 2009
Prof. Dr. Karl Möseneder

In diesem Forschungsprojekt wurde die Stellung des Arztes, Theologen und Naturphilosophen Paracelsus (1493-1541) im Bilderstreit der Reformation ebenso untersucht wie seine verblüffenden Einsichten in die Kraft des Glaubens. Im Mittelpunkt stand aber der „Liber de imaginibus“ – eine Synthese von Traditionen der astrologischen Bilderlehre, der Naturkunde sowie der „Artes magiicae“. Es erfolgte als eine eingehende Kommentierung und Edition des herausragenden Referenztext der historischen Bildwissenschaft außerhalb und vor der Etablierung des neuzeitlichen kunstwissenschaftlichen Gattungssystems. In der umfangreichen „Astronomia magna“ integrierte Paracelsus Bilder als Mittel zur Erkenntnis und Gestaltung der Welt bzw. zur Gewinnung des Seelenheils seinem biblisch fundierten und enzyklopädisch weit ausgreifenden hermetischen Wissenschaftssystem.