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Zeichnen in Cranachs Werkstatt

Zeichnen in Cranachs Werkstatt

Abb.: Lucas Cranach d. Ä. Cranachs Wappen, um 1508 Feder in schwarzer Tinte, grau laviert, 15,7 x 20,6 cm Universitätsbibliothek Erlangen, Graphische Sammlung, Inv. Nr. B 1312

Abb.: Lucas Cranach d. Ä.
Cranachs Wappen, um 1508
Feder in schwarzer Tinte, grau laviert, 15,7 x 20,6 cm
Universitätsbibliothek Erlangen, Graphische Sammlung, Inv. Nr. B 1312

Projektleitung: Prof. Dr. Hans Dickel, Erlangen
Wiss. Bearbeitung der Sammlung: Dr. Manuel Teget-Welz, Erlangen
Assoziierte Wissenschaftler: Prof. Dr. Gunnar Heydenreich, Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft, Köln; Prof. Dr. Andreas Tacke, Universität Trier; Dr. Matthias Weniger, Bayerisches Nationalmuseum, München.

Das Erlanger Konvolut von 86 Zeichnungen aus den Werkstätten von Lucas Cranach d. Ä. und seinem Sohn Lucas d. J. ist komplett aus seiner Entstehungszeit überliefert. Es gelangte mit anderen Künstlernachlässen der deutschen Renaissance über Nürnberger Sammlungen in den Besitz der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach und von dort 1805 in die Universitätsbibliothek Erlangen. Mit dieser Provenienz ist das Erlanger Konvolut nicht nur das weltweit größte aus den Werkstätten von Vater und Sohn Cranach, die Zeichnungen sind deshalb auch in hervorragendem Zustand. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Bestandsaufnahme der Altmeister-Zeichnungen in der Graphischen Sammlung der Universitätsbibliothek Erlangen soll dieser Komplex nun mit Blick auf eine Ausstellung in der Fränkischen Galerie der Stadt Kronach (24.3.-3.6.2018) neu inventarisiert werden und aufschlussreiche Einblicke in die Produktionsmethoden einer der größten und bedeutendsten Künstlerwerkstätten der frühen Neuzeit vermitteln. Das Vorlagen-Repertoire – teils noch dem künstlerischen Vorbild Albrecht Dürers verpflichtet – fand insbesondere für zwei Großaufträge der Werkstatt in Halle und Dessau Verwendung. Darüber hinaus sind einige qualitativ herausstehende Bildniszeichnungen in Verbindung mit der Familie des Kurfürsten August von Sachsen zu bringen.

Das Forschungsprojekt wird durch eine Zuwendung der Ernst von Siemens Kunststiftung, München, finanziert.