Tobias Kämpf

Dr. Tobias Kämpf

Department Medienwissenschaften und Kunstgeschichte
Institut für Kunstgeschichte

nach Vereinbarung per E-Mail

Dr. Tobias Kämpf, BA (Hons), MA, erforscht Transfers zwischen künstlerischem Schaffen und bildlicher, literarischer und religiöser Imagination vom Spätmittelalter bis in die Gegenwart; und dies sowohl im Hinblick auf die Entstehung als auch auf die Rezeption von Kunstwerken und –gattungen. Ausdrückliche Berücksichtigung finden dabei Konstruktionen von kultureller, sozialer, politischer, geschlechtlicher und konfessioneller Identität. Ein besonderer Akzent liegt zudem auf der Skulptur und ihrer räumlichen Verortung bis hin zur Installation. Inhaltlich-geographisch sind seine Schwerpunkte im nördlichen Mittelmeerraum sowie in Lateinamerika angesiedelt. Nach einem Studium in Bonn, Rom und London erwarb er seinen BA mit First Class Honours am Art Department des University College London, seinen MA am Warburg Institute und seinen Dr. phil. am Institut für Kunstgeschichte der Universität Würzburg. Er lehrte in den Vereinigten Staaten (Art Department der Portland State University in Portland, Oregon), der Schweiz (Accademia di architettura, Mendrisio; Istituto di Studi Italiani, Lugano) sowie an den kunsthistorischen Instituten der Universitäten in Berlin (Freie Universität und Humboldt-Universität) und Bochum (Ruhr-Universität). Er war Langzeit-Stipendiat unter anderem der British Academy in London, der Bibliotheca Hertziana in Rom und des Deutschen Forums für Kunstgeschichte in Paris. Seine Publikationen befassen sich beispielsweise mit dem Verhältnis von Reliquienverehrung und Kultbildern im frühneuzeitlichen Rom, dem Mäzenatentum an den Papsthöfen von Sixtus IV. bis hin zu Alexander VII., mit Künstlern und Architekten wie Benvenuto Cellini, Domenico Fontana, Hendrick Goltzius, Francesco Vanni, Gianlorenzo Bernini, Auguste Rodin, Henry van de Velde und Diego Rivera, mit Strategien der Kunstkritik (Théophile Gautier, Carlo Carrà, Harry Graf Kessler, Karl Ernst Osthaus) sowie mit der musealen Institutionalisierung und Kanonisierung der Gegenwartskunst und ihrer Präsentation im Deutschland des frühen 20. Jahrhunderts.